NADA kontrolliert auch Athlet des ewag Teams
Am vergangen Donnerstag war es wiedermal soweit, Björn Bromberger wurde innerhalb eines halben Jahres bereits zum 2. Mal von Kontrolleuren der Nationalen Antidoping Agentur (NADA) überprüft. Wieder auf Epo.
„Ich war gerade fertig mit duschen, da klingelte es an der Tür“. Bromberger hatte vorher bereits Tempoläufe absolviert und war danach eigentlich zum Frühstück verabredet.
„Da ich kurze Zeit vorher bereits auf Toilette war und durch die Tempoläufe geschwitzt habe, dauerte es natürlich bis ich wieder auf Toilette musste.“
Da das Ehepaar, was im Auftrag der NADA die Kontrollen durchführt, aber sehr nett ist und im Fernsehen gerade die Wiederholung der Wettkämpfe aus Vancouver lief, konnte man sich wenigstens mit Gesprächen über Ergebnisse und Erfolge die Zeit vertreiben.
Die Kontrollen laufen immer gleich ab, erst werden die Daten des Sportlers aufgenommen. Arzt und Trainer müssen auch angegeben werden, dann unterschreibt der Sportler das erste Mal.
Danach wird gefragt ob Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel genommen werden, wieder Unterschrift.
Als nächstes öffnet der Prüfer einen großen Koffer mit kleinen Bechern für den Urin. Der Sportler darf sich dann einen Becher aussuchen und geht nun zusammen mit einem Kontrolleur ins Bad. Dort muss der Sportler sich die Hände waschen, aber bitte ohne Seife, und die Hose und Unterwäsche mindestens bis zur Kniekehle herunterziehen und das Shirt hochnehmen. Der Prüfer muss gucken, dass der Sportler nichts versteckt hat. Genieren sollte man sich dabei nicht, es geht vielen Sportlern weltweit so!
Dann darf/muss der Athlet versuchen mindestens 90ml Urin abzugeben. Das ist die Mindestmenge, damit das Labor genug Urin zur Untersuchung hat.
Erneut darf sich der Sportler aus dem Koffer was aussuchen. Nein kein Überraschungsei, leider nur einen weißen Styroporkarton. In diesem befinden sich 2 Flaschen, A und B-Probe. Aufkleber mit einer Nummer sind auch noch drin, die Nummer auf den Aufklebern muss mit der auf den Flaschen übereinstimmen. Nun darf der Sportler die beiden Flaschen mit seinem Urin befüllen und dann richtig verschließen, bis der Deckel, mit einem speziellen Verschluss, sich nicht mehr bewegen lässt.
Nun muss nur noch die Endzeit der Kontrolle auf dem Protokoll vermerkt werden. Und richtig, wieder muss unterschrieben werden!
Nach einer guten Stunde hatte es Björn Bromberger dann auch geschafft und konnte sich nun seinen eigentlichen Planungen für diesen Tag widmen.
Bromberger kann Magdalena Neuner sehr gut verstehen, „ich konnte nichts mehr machen, ohne dass man mir in meiner Wohnung folgte. Selbst das Gesicht eincremen fand unter Aufsicht statt. Ich bin ja grundlegend für Kontrollen und das auch regelmäßig, aber ich finde, dass das Entblößen vor dem Kontrolleur ein Eingriff in die Intimsphäre der Sportler ist.“
OSSV-Presse